Hat
sich Ihr Kind
verbrüht
oder verbrannt ?
Rechtzeitige und konsequente Kompressions-Behandlung der Narben kann Funktion und Aussehen verbessern.
Verbrennungen entstehen durch Einwirken von offener Flamme, heißen Gegenständen oder heißem Dampf, heißer Flüssigkeit (Verbrühung), sowie Strom.
Ungefähr 3.000 Kinder werden jährlich in Deutschland so tief verbrannt, dass Narben zurück bleiben.
Beim Kleinkind ist die häufigste Ursache die Verbrühung aus heruntergezogenen Töpfen oder Frittüren. Betroffen sind dann Brust, Schultergürtel und das Gesicht. Häufig sind beim Kleinkind auch Handverbrennungen durch Bügelmaschinen und Herdplatten. Fast alle kindlichen Verbrennungen werden durch Unachtsamkeit verursacht, meist am Wochenende.
Erstmaßnahmen : "Kaltes" Wasser! (nicht
kälter als aus dem Kaltwasserhahn; je kleiner das Kind und je
größer die Wunde, umso kürzer die Anwendung, Unterkühlung
muss vermieden werden)
Bei Verbrühten werden die Kleider
entfernt, losen Verband mit Alufolie oder sauberen Tüchern.
Bedeutsam ist die Tiefe der Verbrennung:
- 1.° = gerötete Haut ohne Blasen (Sonnenbrand);
- 2.° = blasig, die Haut geht in Fetzen ab, die Wunde ist rosa-rot
und sehr schmerzhaft;
- 3.° = dunkelrot, weiß (!) oder braun bis schwarz, ohne
Blasen und schmerzunempfindlich.
Die Einstufung der Verbrennungstiefe und -fläche erfordert
sehr viel Erfahrung. SCHOCK-gefährdet sind Erwachsene ab 15%,
Kinder ab 10% verbrannter (2.°, 3.°)
Körperoberfläche. Ein 25%-Verbrannter verliert in den ersten
2 Stunden ca. 25% des Blutvolumens. Klinikbehandlung ist erforderlich:
bei Gesichtsverbrennungen, bis feststeht, ob inhaliert wurde, und ob
die Atemwege betroffen sind; bei jeder 3.°-Verbrennung, jeder
Verbrennung über 5%, jeder Handverbrennung und allen Verbrennungen
mit Begleitverletzungen.
1.° und oberflächlich 2.° Wunden heilen stets binnen 2 Wochen ohne Narben aus. Tiefere Wunden heilen mit erheblicher Narbenbildung; sie werden in der Regel mit einer Hauttransplantation behandelt. So früh wie möglich - bereits in der Heilungsphase - beginnt die Kompressionsbehandlung, die in den Leitlinien zu Verbrennungsbehandlung Ihren festen Platz hat.
Warum ist Kompression notwendig?
Die Zeit, in der in der Narbe noch Veränderungen ablaufen, beträgt 18-24 Monate. Überschießende Bindegewebsbildungen (Keloide) sind häufig. In dieser Zeit verhindert der ständige Druck das Wuchern und Hartwerden der Narbe und - ggf. mit Schienen, Silikon- und Schaumgummipelotten - das Verkürzen der Narbe im Gelenkbereich (Kontraktur). Durch den Druck wird auch der Juckreiz vermindert, unter dem Verbrannte stark leiden. Die Patienten können sehr bald die Klinik verlassen, weil die empfindliche Haut durch die Kompressionsbandagen geschützt ist.
Kompressionsanzüge werden mit speziellen Messstreifen exakt angemessen und nach Maß gefertigt. Der Kompressionsanzug besteht aus einem quer und längs dehnbaren Gummigewebe, das sehr dünn und luftdurchlässig ist. Er muss 18-24 Monate Tag und Nacht getragen werden, auch beim Spielen und Schwimmen; durch den ständigen Druck wird die Haut in der Vernarbungszeit weich und geschmeidig. Direkte Sonnenbestrahlung muss in dieser Zeit vermieden werden. Während dieser Zeit werden die Patienten ca. 6-wöchentlich kontrolliert. Von den meisten Patienten wird der Anzug gut toleriert und freiwillig getragen. Vielen Patienten bleiben durch diese Behandlung Kontrakturen und weitere plastische Operationen weitgehend erspart.
Information, Anpassung, Verkauf:
Gertrud KRENZER-Scheidemantel,
-Kompressionstherapie-,
Keltenstraße 2,
D-97076 WÜRZBURG-Lengfeld
Fon 0931 271741
- Fax 0931 271745 - eMail:
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